PV-Förderung wird neu aufgestellt

Innungsmeister Christian Bräuer begrüßt Einbindung der Branche
3. September 2026

Einleitung

Kritik und konkrete Vorschläge aus der Elektrotechnik werden bei der Weiterentwicklung der EAG-Investitionsförderung berücksichtigt. Elektriker-Bundesinnungsmeister Christian Bräuer sieht darin ein wichtiges Signal: „Die besten Lösungen entstehen dann, wenn jene eingebunden werden, die sie in der Praxis umsetzen müssen.“

Die geplante Neuaufstellung der EAG-Investitionsförderung ab 2027 wird von der österreichischen Elektrotechnikbranche begrüßt. Nach Kritik am bisherigen System und konkreten Vorschlägen aus der Branche sollen wesentliche Rahmenbedingungen neu gedacht werden.

„Wir haben nicht nur auf Schwachstellen hingewiesen, sondern konkrete Vorschläge gemacht, wie ein Fördersystem für Betriebe und Kunden besser funktionieren kann. Dass diese Expertise gehört wird und in die weitere Ausgestaltung einfließt, ist ein wichtiges Signal“, erklärt Bräuer.

Gesamtsystem muss im Mittelpunkt stehen

Aus Sicht der Elektrobranche muss künftig stärker das Gesamtsystem im Mittelpunkt stehen: Photovoltaikanlagen, stationäre Energiespeicher sowie intelligente Energie- und Lastmanagementsysteme sollen zusammengedacht werden. Damit können Eigenverbrauch und Energieeffizienz erhöht, Lastspitzen reduziert und die Stromnetze entlastet werden.

Gleichzeitig braucht es ein über mehrere Jahre planbares Fördersystem mit verbindlichen Rahmenbedingungen sowie eine einfache, unbürokratische Abwicklung. Die Einreichung der Förderung soll durch die Förderwerber erfolgen und nicht den ausführenden Betrieben übertragen werden.

Für Bräuer zeigt die Neuaufstellung, wie wichtig der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft ist: „Die Politik schafft die Rahmenbedingungen, unsere Betriebe kennen die praktische Umsetzung. Es ist wichtig, Kritik zu äußern, wenn etwas nicht funktioniert – aber ebenso wichtig, konkrete Alternativen vorzulegen. Dass die Inputs aus der Branche und der Wirtschaftskammer gehört werden, zeigt: Gemeinsame Lösungen sind am Ende die besseren Lösungen.“

Innungsmeister Christian Bräuer: "Was wir jetzt brauchen, ist Stabilität und vor allem Planbarkeit." Foto: Max Slovencik
Foto: Max Slovencik