Achtung vor Pfusch!
Wie Sie sich schützen können und was die Elektroinnung Wien gegen schwarze Schafe unternimmt!Einleitung
Sie suchen einen Fachbetrieb und die Website des Anbieters sieht höchst professionell aus. Aber kennen Sie das Unternehmen oder wurde es Ihnen empfohlen? Lassen Sie sich nicht von einem überzeugenden Webauftritt blenden: Ob ein Angebot wirklich seriös ist, lässt sich oft nur auf eine Weise verlässlich feststellen: Prüfen Sie, ob das Unternehmen über eine aufrechte Gewerbeberechtigung verfügt! Denn im schlimmsten Fall wird keine Leistung erbracht und Sie erhalten trotzdem eine saftige Rechnung.
Pfusch bei Elektroarbeiten ist kein Kavaliersdelikt. Dies gefährdet Ihre Sicherheit, belastet Ihren Geldbeutel und schadet auch jenen Wiener Betrieben, die professionell und nach höchsten Sicherheitsstandards arbeiten.
Die Landesinnung Wien der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker geht deshalb aktiv und konsequent gegen Personen und Unternehmen vor, die ohne entsprechende Gewerbeberechtigung elektrotechnische Leistungen anbieten. Viele dieser Anbieter verfügen weder über die nötige Expertise noch über die rechtliche Grundlage – und sind einzig darauf aus, schnell Geld zu machen, ohne Leistungen zu erbringen.
Elektronotdienst Wien – die offizielle Plattform der Elektroinnung Wien
Wenn Sie einen Elektro-Notdienst suchen, sind Sie auf der Plattform der Landesinnung Wien der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker auf der sicheren Seite. Auf der Plattform des Elektro-Notdiensts der Elektroinnung Wien (Öffnet in einem neuen Tab oder Fenster)werden ausschließlich befugte Elektro-Fachbetriebe aus Wien mit aufrechter Gewerbeberechtigung gelistet. Im Notfall erhalten Sie dort professionelle, zuverlässige und fachgerechte Hilfe von geprüften Betrieben.
Das Problem: Pfusch hat viele Gesichter
Eine Website, ein Social-Media-Profil oder ein Online-Inserat sind schnell erstellt. Doch was online angeboten wird, muss auch gewerberechtlich gedeckt sein. Die Elektroinnung Wien beobachtet zunehmend folgende Muster:
- Personen und Unternehmen ohne Gewerbeberechtigung bieten Elektrodienstleistungen an.
- Betriebe mit eingeschränkter Berechtigung bewerben Leistungen, für die sie nicht befugt sind – etwa werden Elektrobefunde ausgestellt, die nicht anerkannt werden.
- Anbieter treten als „24-Stunden-Notdienst“ auf, ohne die erforderliche Berechtigung zu besitzen.
- Scheinfirmen oder das Auftreten unter falschem Namen kommen ebenfalls vor.

Innungsmeister Christian Bräuer: „Elektrotechnische Arbeiten betreffen unmittelbar die Sicherheit von Personen und Sachen. Unsachgemäß ausgeführte Installationen können erhebliche Personen- und Sachschäden verursachen. Für die Betroffenen bedeutet das oftmals eine mehrfache Belastung –gesundheitlich, sicherheitstechnisch und finanziell. Aber die Leidtragenden sind nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch die gesamte Elektrobranche.“
Was die Elektroinnung Wien unternimmt
Die Elektroinnung Wien recherchiert aktiv – eigenständig und auf Basis von Hinweisen aus der Bevölkerung und von den Mitgliedsbetrieben. Jede Information wird sorgfältig geprüft. Die Maßnahmen reichen von Ermahnungen bis hin zu Anzeigen bei der Behörde.
In vielen Fällen zeigt das Einschreiten der Innung rasche Wirkung: Unzulässige Angebote werden zurückgezogen, Websites geschlossen, Inserate gelöscht oder missbräuchlich verwendete Meisterzeichen entfernt. Wer nicht kooperiert, muss mit einer Anzeige rechnen. In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden sorgt die Innung dafür, dass schwarze Schafe aus dem Verkehr gezogen werden.
Im Notfall auf der sicheren Seite
Ein wichtiger Tipp: Sogenannte Vermittlungsportale sollten gemieden werden, da hier oft keine ausreichende Kontrolle der Gewerbeberechtigung stattfindet. Personen oder vermeintliche Unternehmen melden sich dort an und werden an Konsument:innen vermittelt. Viele davon verfügen nicht über die erforderliche Befugnis für die angebotenen Tätigkeiten. Und häufig handelt es sich dabei um unbefugte Anbieter oder sogar Scheinfirmen.
Sollten Sie Betriebe ohne Gewerbeberechtigung beobachten, können Sie sich jederzeit bei der Landesinnung unter elektro@wkw.at (Öffnet eventuell ein Programm um an den Empfänger eine E-Mail zu schicken) melden – jedem Hinweis wird nachgegangen. Ist Ihnen bereits ein Schaden entstanden, vertritt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) Ihre Interessen.
Darüber hinaus steht die Ombudsstelle der Elektroinnung Wien als neutrale Anlaufstelle zur Verfügung, wenn Probleme zwischen Konsumentinnen und Konsumenten und Betrieben mit aufrechter Gewerbeberechtigung auftreten. Die Ombudsstelle prüft den Sachverhalt, vermittelt und hilft dabei, rasch und unkompliziert eine Lösung zu finden.
Gemeinsam für Sicherheit und Qualität
„Unser Ziel ist klar: Sicherheit für Konsumentinnen und Konsumenten und faire Wettbewerbsbedingungen für unsere Mitgliedsbetriebe. Beide Seiten haben berechtigte Ansprüche – auf fachgerechte, sichere und rechtskonforme Leistungen einerseits, auf fairen Wettbewerb andererseits. Die Elektroinnung Wien steht für hohe Qualitätsstandards, Sicherheit und verantwortungsvolles Handwerk. Mit konsequentem Vorgehen gegen Pfusch schützen wir die Bevölkerung und stärken zugleich jene Betriebe, die ihre Leistungen fachgerecht und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erbringen“, so Innungsmeister Christian Bräuer.
